Häufige Fragen - laserschule.ch

Wer darf mit Lasergeräten arbeiten?

Unternehmen bzw. Personen welche ein Lasergerät der Laserschutzklasse 3B oder 4 bedienen, müssen gemäss SUVA heute schon einen Laserschutzbeauftragten bestellen.
Für Laserbehandlungen mit kosmetischem Zweck wird die Sachkunde vorgeschreiben.  

Wer darf Laseranwendungen ausführen?

Wir unterscheiden primär zwischen medizinischem Zweck und Nicht-medizinischem Zweck, in zweiter Linen on invasiv oder nicht-invasiv. Behandlungen mit medizinischen Zweck sowie die meisten invasiven Behandlungen sind Aerzten vorbehalten. Eine Ausnahme wird die Behandlung von Akne sein, welches eigentlich eine medizinische Beahndlung ist, jedoch ab dem Juni 2024, durch Personen mit dem entsprechenden Sachkundennachweis, behandelt werden darf. Gemäss neuem Gesetz vom Bundesamt für Gesundheit (BAG), welches seit dem 1. Juni 2019 in Kraft ist, wird es für Personen mit Sachkundeausweis gestatet sein, 12 Behandlungen mit energetischen Lichtquellen (IPL, Laser) durchzuführen. Der Inhalt der Sachkunde wird in einer Übergangszeit von 5 Jahren von Berufsverbänden definiert und ist noch nicht festgelegt.
Nun macht es trotzdem Sinn, Kurse wie Laserschutzbeauftragter und Laseranwender zu besuchen. Weshalb: Die SUVA als Unfallverhütungsstelle verlang von Betrieben, welche mit Lasern der Klasse 3B oder 4 arbeiten, einen Laserschutzbeauftragten zu bestellen. Dieser kennt die Eigenschaften von Laserstrahlung, die Gefahren, kann eine Gefährdungsbeurteilung durchführen und entsprechende Schutzmassnahmen festlegen und kontrollieren. Dies hat einen wohl einen Grund.

Wenn Sie als Kosmetikerin nicht vorweisen können, dass Sie eine entsprechende Sachkunde bezüglich Laser und Gefahren erworben haben, muss man davon ausgehen, dass Sie hoffen, dass nichts passiert. Ein solches Verhalten würde im Falle eines Unfalls mit höchster Wahrscheinlichkeit als grobfahrlässig betitelt. Unwissen schützt vor Strafe nicht.
Ähnlich dem Fahren mit dem Auto ohne Führerschein.

Können Sie jedoch vorweisen, dass Sie sich bezüglich Laser weitergebildet haben, ist das ein Zeichen und ein Beitrag an die Unfallverhütung. Sie wollen nur sachkundig arbeiten. In diesem Falle würde höchstwahrscheinlich bei einem Unfall auf Unfall plädiert. Wenn Sie dabei nicht grobfahrlässig gehandelt haben (Kunde und Sie Brille nicht getragen, offener Raum, Spiegel etc.), eine unterzeichnete Kundenvereinbarung mit Aufklärung des Kunden über die Behandlung, ein Laserschutzzertifikat und ein Laseranwenderzertifikat vorweisen können, würde die Versicherung, sofern sie Behandlungen mit Laserklasse 4 explizit in der Police stehen haben, den Schaden ganz oder teilweise übernehmen. 

Sind Lasergeräte und Anwendungen meldepflichtig?

Es gibt in der Schweiz keine Meldepflicht. Jedoch fallen die Geräte unter die neue MepV vom BAG, welche ab dem 26.5.2020 in Kraft tritt. Gewisse Geräte für Behandlungen mit nicht-medizinischen Zweck, darunter IPL und Laser, fallen unter diese Verordnung und müssen entsprechend medizinisch zertifiziert sein. Hier gibt es jedoc eine Übergangszeit, weil sich diese Verordnung mit der Swissmedic und dem neuen V-NISSG zu vereinbaren hat, sonst wären Laserbehandlungen für kosmetische Zwecke während 5 Jahren verboten, und nachher mit Sachkunde erlaubt. Für Fragen diesbezüglich rufen Sie uns doch bitte an.

Gibt es einen speziellen Haftpflichtschutz für kosmetische Lasertherapien?

Diese Behandlungen unterliegen für Haftpflichtversicherer einem erhöhten Risiko und müssen dementsprechend idealerweise mit einem erweiterten Versicherungsschutz abgedeckt werden. Je nach Versicherer haben die Art der Geräte, die Ausbildung des Therapeuten sowie die Behandlungsarten Einfluss auf die Beurteilung. In der Haftpflichtversicherungspolice muss unter Leistungen unbedingt explizit stehen: "Laserbehandlungen" (was alle Laser einschliesst), oder "Behandlungen mit Laserklasse 4". In jedem Fall ist es ratsam, zusätzlich vom Kunden eine Haftungsauschlusserklärung unterzeichen zu lassen, welche als Bestandteil des Kundenvetrages aufgeführt werden kann.
Wir von der Laserschule Schweiz können ihnen in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Laserschutzverband eine umfassende Versicherung anbieten.

Wie kann das Risiko minimiert werden?

Denn Sie wissen was Sie tun! Das ist ganz wichtig. Je besser jemand auf diesem Gebiet ausgebildet ist, die Gefahren und Kontraindikationen kennt, die jeweilige Situation richtig beurteilen kann, durch Testbehandlungen grössere Risiken weitgehenst auschliesst, der Nachbehandlung Sorge trägt - umso mehr wird das Risko minimiert. Wer diesen Aspekten sorgfältig Rechnung trägt, handelt dementsprechend professionell.

Was bringt mir eine Schulung?

Neben dem, dass Sie das geforderte Zertifikat erhalten, lernen Sie viel Wissenswertes, was Ihnen hilft die Dinge zu verstehen. Nur wenn man Dinge versteht, kann man Sie richtig beurteilen und dementsprechend richtig und professionell handeln. Zudem weiss man besser wo besondere Vorsicht geboten ist.

Beim Praxiskurs lernen Sie die richtige Handhabung der Geräte, weshalb die Oberlippe anders behandelt wird als die Oberschenkel, oder wie schnell auf welcher Fläche in welcher Grösse behandelt werden soll, damit die Resultate optimal ausfallen. Wie behandle ich in Augennähe sicher (gemass V-NISSG ist es nicht erlaubt, näher als 1 cm um das Auge zu behandeln). Was muss man an der Fessel berücksichtigen etc. 

Zudem lernen Sie unsere Spezialisten persönlich kennen, welche Ihnen auch nach dem Kurs für Fragen zur Verfügung stehen. Zudem bieten wir einen Nachkurs an, denn die Fragen kommen beim anwenden.